Donnerstag, 03 Mai 2018 17:58

24. Spieltag Brandenburgliga Empfehlung

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Einheit Hutte2Einheit Bernau : FC Eisenhüttenstadt 1:1
(FUPA) Es war ein seltsames Bild nach dem Abpfiff. Ein Außenstehender hätte sicher anhand der Emotionen der Beteiligten vermutet, die weiß gekleidete Mannschaft hat dieses Spiel haushoch verloren. Mit leeren Augen lagen einige auf dem Kunstrasen, einige verschanzten sich auf der überdachten Trainerbank, andere verarbeiteten mit hängenden Köpfen im Gespräch das gerade Erlebte. „So habe ich keinen Bock mehr auf Fußball“, schimpfte Einheit-Trainer Nico Thomaschewski immer wieder. Was war passiert?
Bei herrlichem Fußballwetter wollte der FC Eisenhüttenstadt „mindestens einen Punkt holen“, O-Ton Trainer Andreas Schmidt. Die Bernauer liebäugelten mit Platz zwei der Tabelle, der bei einem Erfolg herausgesprungen wäre. „Verletzen darf sich keiner, wir haben mit Marvin Dumke gerade mal einen verletzungsfreien Auswechsler, vor ein paar Tagen hatte ich noch die Qual der Wahl“, stöhnte Thomaschewski vor Beginn.

Einheit Hutte1Schon kurz darauf sah er sehr aggressiv agierende Gäste, die sofort Bernau beim Übertreten der Mittellinie attackierten. In den ersten Minuten mit großem Erfolg, Einheit Keeper Niklaas Seifarth hatte gegen Abschlüsse von Johann Krüger (2.) und Mariusz Wolbaum (3.) alle Hände voll zu tun. Mit einem langen Ball wurde der Bernauer Andrew Lubega im Gegenzug geschickt, der bediente den mitgelaufenen Martin Lange, doch dessen Schuss verfehlte das Tor deutlich. Es entwickelte sich ein munteres Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten. Einheit machte im Aufbau das Spiel breit und suchte geduldig die Lücke im Eisenhüttenstädter Spiel. Die verschoben ihre Defensive diszipliniert  und pressten sofort, wenn der Ball in die eigene Hälfte kam. Einmal im Ballbesitz, startete Eisenhüttenstadt durch.
Mit einer tollen Reaktion rettete Gäste-Keeper Matthias Kreutzer bei einem Kopfball von Jörn Wemmer (9.). Auf der Gegenseite hielt Seifarth einen wuchtigen Kopfball Georges von Florent Mooh Djike (12.) nach Freistoß von Wolbaum. Nach einem Flügellauf von Elton Makengo verpasste erst Ricky Ziegler die Hereingabe, dann hämmerte Jörn Wemmer volley das Leder neben den Pfosten (16.). Dann brandete zum ersten Mal Torjubel auf, als Antrew Lubega einen schnellen Gegenstoß per Kopf abschloss. Doch Schiedsrichter Jonas Belke entschied auf Abseits. Danach konnte sich Kreutzer noch bei einem Schuss von Lange auszeichnen, bevor der erste reguläre Treffer der Partie fiel.
Elton Makengo marschierte über rechts, seine Flanke vor das Tor drückte Antrew Lubega irgendwie zum 1:0 über die Linie (48.Min).
Wer erwartet hatte, dass die Gäste nun auf den Ausgleich drücken, der sah sich getäuscht. Die zogen sich zurück und überließen nun den Gastgebern das Spiel. „Das war unsere Taktik für den zweiten Abschnitt, über schnelle Gegenstöße zum Erfolg zu kommen“, erklärte Schmidt. Bernau hatte nun etliche gute Möglichkeiten, um mindestens auf ein 2:0 zu erhöhen. Elton Makengo (49.) betätigte sich jetzt selbst auch wie Christopher Griebsch (50.) als Distanzschütze. Martin Langes wuchtiger Kopfball  nach einer Ecke (52.) verfehlte wie Zieglers Abschluss aus Nahdistanz (54.) das Eisenhüttenstädter Tor und Antrew Lubegas Fernschuss landete sicher in den Armen von Kreutzer. Torchancen der Gäste? Die gab es nicht. Erst als Christoph Krüger für den FCE auf das Feld kam, erwachte deren Offensive, ohne dass es zu nennenswerten Toraktionen kam. Bis FCE-Kapitän Christoph Nickel den Ball lang in den Sechszehner der Gastgeber schlug, Tom Schneider zusammen mit Mooh Djike zum Kopfball hoch stieg und kurz darauf sich der Bernauer auf dem Boden liegend wiederfand. „Ich wurde von hinten mächtig gestoßen, hatte in der Luft keine Chance“, erklärte Schneider die Situation. Schiri Belke ließ weiterlaufen, der Eisenhüttenstädter Torjäger Mooh Djike zirkelte den Ball ins Tor – 1:1 (65.). Lautes Unverständnis bei den Bernauern und Aussagen der Schiedsrichter, die nicht zur Beruhigung beitrugen, folgten. Ein umstrittener Abseitstreffer der Gastgeber heizte die Stimmung zusätzlich an. Die Gäste igelten sich nun ein, Einheit drängte vergeblich auf ein erneutes Führungstor. So blieb es bei der Punkteteilung.

„Die Mannschaft ist unserer taktischen Marschrichtung treu geblieben. Klasse Leistung, der Punkt ist hochverdient“, sagte Andreas Schmidt.
Nico Thomaschewski dagegen verstand die Welt nicht mehr: „Schon wieder so ein Spiel, das wir eindeutig dominiert haben und uns die fälligen Punkte weggenommen wurden.“

 

Einheit Bernau: Seifarth – Graf, Schneider, Makengo, Nkok, Lange, Wemmer, Griebsch, Gerhard, Lubega, Ziegler

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